Am Sonntag, dem 06. April, nahmen Evelin Zeller, Emily Zeller und Maxim Berg als Schülervertreter unseres Gymnasiums gemeinsam mit unserer Demokratiebeauftragten Antonia Seib an der Gedenkveranstaltung der Gedenkstätte Buchenwald und des Internationalen Komitees Dora zum 80-jährigen Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald teil.
Die Veranstaltung fand mit anschließender Kranzniederlegung auf dem ehemaligen Appellplatz des Lagers statt und bot einen tiefgründigen Rahmen für die Reflexion über die Schrecken der Vergangenheit und die Verantwortung, die wir alle tragen. In diesem Sinne haben wir nicht nur als Vertreter des Gymnasiums „ein Licht gegen das Vergessen gesetzt“, sondern auch die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns aufgezeigt, indem wir zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule „Steigerblick“ aus Erfurt sowie ihrer Lehrerin Maria Schönborn einen bewegenden Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus leisteten.
Es war eine eindrucksvolle Gelegenheit, gemeinsam innezuhalten und denjenigen zu gedenken, die unter dem Regime gelitten haben. Die Redebeiträge, die im Verlauf der Veranstaltung gehalten wurden, trugen dazu bei, diese zentrale Botschaft des Gedenkens zu vermitteln: das Erinnern als aktiven Prozess, der uns alle betrifft.
Gerade die Gedenkworte von Naftali Fürst, des Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD), verdeutlichte uns, dass die Überlebenden, die ihre Erfahrungen mit uns teilen und als Zeitzeugen die Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten lassen, nach 80 Jahren der Befreiung diese Aufgabe bald nicht mehr übernehmen können. Deshalb liegt es an uns, der jungen Generation, das aktive Erinnern wachzuhalten.
Wie diese Pflicht nicht nur als ein Versprechen geäußert werden kann, verdeutlichte uns die Rede von Marina Weisband, eine ukrainisch-deutsche Publizistin und Politikerin, die die Rolle der Bildung als Schlüssel zur Prävention von Extremismus betonte. Maria Weisband forderten uns dazu auf, den Dialog über die Vergangenheit fortzusetzen und die Geschichte in Schulen und Gemeinschaften lebendig zu halten. Sie betonte, dass es wichtig sei, Werte von Menschlichkeit und Toleranz zu leben und uns gemeinsam für eine bessere Zukunft einzusetzen. Diese Botschaften seien nicht nur für die heutige Generation relevant, sondern sollten auch an zukünftige Generationen weitergegeben werden, um sicherzustellen, dass die Schrecken der Vergangenheit nie wiederholt werden.
Ein besonderer Dank gilt dem Sportverein des 1.TSV Bad Salzungen und Herrn Durner, der uns die Fahrt zur Gedenkstätte mit einem Kleinbus ermöglichte und darüber hinaus die Blumen zur Kranzniederlegung bereitstellte.