Am Freitag, dem 08. Mai., erlebten die Schüler der Klassen 10/1 und 10/2 einen besonderen Themenwandertag in der Gedenkstätte Point Alpha bei Geisa/Rasdorf.
Da der Ausflug am offiziellen „Tag der Befreiung" vom Hitlerfaschismus stattfand, hatte der Besuch des ehemaligen Hotspots des Kalten Krieges eine weitere besondere historische Bedeutung.
Point Alpha war kein regulärer Grenzübergang, sondern ein US-Beobachtungsstützpunkt an der ehemaligen Grenze zwischen BRD und DDR im Bereich des Fulda-Gap. Er diente der Beobachtung der DDR-Grenzanlagen und der militärischen Lage seit Mitte der 1960er Jahr bis 1991.
Wir waren eingeladen, an der "Last Border Patrol" der US-Army-Einheit Wiesbaden teilzunehmen. Die Bezeichnung "Last Border Patrol" bezieht sich auf die letzte Patrouille der US-Soldaten entlang dieser Grenze. Die letzte Grenzkontrolle fand am 31.März 1990 statt. Seitdem wird einmal im Jahr an dieses Ereignises gedacht mit der Fahnenweihe der US-Soldaten, mit Gedenkreden und Zeitzeugengesprächen.
Es gab viel zu sehen und vor allem war es für uns Schüler spannend, mit den amerikanischen Gästen, auch jungen Kadetten in ihrer Sprache zu kommunizieren. Wir erfuhren von den Grenzanlagen der DDR, von geschleiften Höfen, von Grenzübertritten mit Todesfolge und vom Leben der Grenzer auf beiden Seiten.
Ein Kamera-Team des MDR begleitete die Veranstaltung und hat sogar kurze Interviews mit uns gemacht.
Es war ein toller Wandertag.
Vielen Dank an alle, die ihn uns ermöglicht haben!
Lina Beck/10/2